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Übersetzung: Doris Czech

Ursprungsland: Frankreich

Datum der Publikation des gültigen Originalstandards: 21.2.2006

VERWENDUNG:
Wasserhund für die Jagd auf Wasservögel. Der Barbet ist, wie alle Wasserhunde, mehr als nur ein reiner Apportierhund, er muss das Wild, das sich in der Wasserbepflanzung versteckt hält, suchen, aufstöbern und aufscheuchen. Er apportiert dann das von seinem Besitzer geschossene Wild. Kälteunempfindlich, er geht bei jedem Wetter ins Wasser.

Copyright Musée d'art et d'histoire, Ville de Genève, inv. no 1838-3, Jean-Baptiste Oudry (1686-1755), Héron effrayé par un barbet dans les roseaux, en 1722, huile sur toile, Dim.: haut. 137 x larg. 105 cm, photo: Jean-Marc YersinKLASSIFIKATION FCI:
Gruppe 8: Apportier-, Stöber- und Wasserhunde
Sektion 3: Wasserhunde
Mit Arbeitsprüfung

KURZER GESCHICHTLICHER ABRISS:
Sehr alte Rasse, in ganz Frankreich verbreitet, wird für die Jagd auf Wasserwild verwendet und wurde bereits seit dem 16. Jahrhundert in mehreren Werken beschrieben oder erwähnt.

ALLGEMEINES ERSCHEINUNGSBILD:
Ein Hund von mittleren Körperproportionen, mittlerer Grösse, ein besonderes Merkmal der Rasse ist eine dicke, wollige Behaarung, die einen wirksamen Schutz gegen Kälte und Feuchtigkeit gewährleistet. Das Haarkleid formt einen Bart (frz. barbe) am Kinn, welcher der Rasse ihren Namen gegeben hat.

WICHTIGE PROPORTIONEN:
Fang etwas kürzer als der Schädel. Die Länge des Körpers, gemessen vom vordersten Punkt des Schultergelenks bis zum Sitzbeinhöcker, ist etwas grösser als die Widerristhöhe.

VERHALTEN/CHARAKTER (WESEN):
Ausgeglichen, sehr Führer bezogen, sehr gesellig, wasserfreudig, auch wenn das Wasser sehr kalt ist.

KOPF: Das Haar des Schädels muss bis auf den Nasenrücken fallen. Der Bart ist lang und dicht; der Schnurrbart bedeckt den gesamten Nasenrücken; er ist sehr dicht.

OBERKOPF:
Schädel: Gerundet und breit.
Stop: Ausgeprägt.

GESICHTSSCHÄDEL:
Nasenschwamm: Breit, mit gut geöffneten Nasenlöchern; schwarz oder braun, abhängig von der Farbe des Haarkleides.
Fang: Ziemlich kantig. Der Nasenrücken ist breit.
Lefzen: Dick, gut pigmentiert, völlig mit langen Haaren bedeckt. Der Rand der Lefzen ist schwarz oder braun.
Kiefer/Zähne: Kiefer von gleicher Länge. Scherengebiss. Kräftige Zähne. Gut entwickelte und gut angeordnete Schneidezähne.
Augen: Rund, vorzugsweise dunkelbraun. Der Rand der Augenlider ist schwarz oder braun
Ohren: Tief angesetzt (auf Augenhöhe oder etwas darunter), lang, flach, breit, mit langem Haar bedeckt, das Stränge bildet. Wenn sie vor der Nase zusammengebracht werden, übertreffen sie (inklusive Haar) deren Spitze um wenigstens 5 cm. Der Knorpel der Ohrmuschel reicht über den Lefzenwinkel hinaus.

HALS: Kurz und kräftig.

KÖRPER:
Rücken: Fest, mit gut gefestigter Oberlinie.
Lende: Gewölbt, kurz und kräftig.
Kruppe: Von der Seite betrachtet gerundet, in Verlängerung der oberen Linie der Lendenpartie, harmonisch übergehend.
Brust: Breit, gut entwickelt, tief, bis zu den Ellbogen hinabreichend; gerundeter, aber nicht tonnenförmiger Rippenkorb.

RUTE: Leicht erhoben, über die Horizontale hinausgehend getragen, wenn der Hund in Aktion ist, tief angesetzt, an ihrer Spitze einen leichten Haken bildend.

GLIEDMASSEN:

VORDERHAND:
Schultern: Schräg gelagert. Der Schulterblatt-Oberarm-Winkel (Scapulo-Humeral) variiert zwischen 110º und 115º.
Oberarm: Kräftig und muskulös.
Unterarm: Gerade, kräftiger Knochen, senkrecht, vollständig mit langem Haar bedeckt.

HINTERHAND:
Oberschenkel: Leicht schräg, stark bemuskelt.
Sprunggelenk: Tief, gut gewinkelt.
Hintermittelfuss: Senkrecht

PFOTEN: Rund, breit, behaart.

GANGWERK: Leichtfüssiges Gangwerk, die Gliedmassen bewegen sich auf einer Linie mit dem Körper. Mittelmässiger Vortritt und guter Schub der Hinterhand.

HAUT: Verhältnissmässig dick.

HAARKLEID:

HAAR: Lang, wollig, lockig; kann Schnüre/Stränge bilden. Das Haarkleid ist dicht, es bedeckt im natürlichen Zustand belassen den ganzen Körper. Dies ist ein wesentliches Merkmal der Rasse. Das Haar des Barbet wird in einer speziellen Art und Weise gepflegt, um seiner Arbeit wie auch der Erhaltung zu entsprechen.

FARBE: Einfarbig schwarz, grau, braun, lohfarben (falb), sandfarben, weiss oder mehr oder weniger gescheckt. Alle Schattierungen von lohfarben und sandfarben sind erlaubt. Die Schattierung sollte vorzugsweise am ganzen Körper dieselbe sein.

GRÖSSE:
Widerristhöhe:
für Rüden: 58 cm bis 65 cm
für Hündinnen: 53 cm bis 61 cm
Mit einer Toleranz von +/- 1 cm.

FEHLER:
Jede Abweichung von den vorgenannten Punkten muss als Fehler angesehen werden, dessen Bewertung in genauem Verhältnis zum Grad der Abweichung stehen sollte.
- Feiner und schmaler Kopf, dünner und zu langer Fang, dünne Lefzen.
- Rückbiss oder Vorbiss. Kreuzbiss.
- Helle Augen.
- Hoch angesetzte Ohren (höher als Augenhöhe), dünn, kurz, schmal.
- Hals dünn und lang.
- Weicher Rücken.
- Lendenpartie lang und schwach.
- Gerade Kruppe.
- Schmale Brust.
- Hoch angesetzte Rute, über den Rücken gebogen, eingerollt oder an die Kruppe oder die Lende gepresst. Rutenlos oder zu kurze Rute (Anourie, Brachyourie).
- Steile Schulter.
- Dünner Oberarm.
- Vorderlauf mit feinen Knochen, Befederung.
- Hinterhand: Flacher Oberschenkel, gerades Sprunggelenk, Befederung; Vorhandensein von Afterklauen; Feine und schmale Pfoten, ohne Behaarung.
- Dünne Haut.
- Kurzes Haar, harsch, nicht wollig, nicht lockig.
- Farben: Alle ausser den im Standard aufgeführten Farben.

AUSSCHLIESSENDE FEHLER:
Aggressiv oder übermässig scheu.

Hunde, die deutlich physische Abnormalitäten oder Verhaltensstörungen aufweisen, müssen disqualifiziert werden.

N.B. Rüden müssen zwei offensichtlich normal entwickelte Hoden aufweisen, die sich vollständig im Hodensack befinden.


Photo:
Copyright Musée d’art et d’histoire, Ville de Genève, inv. no 1838-3
Jean-Baptiste OUDRY (1686-1755)
Héron effrayé par un barbet dans les roseaux
En 1722
Huile sur toile
Dim.: haut. 137 x larg. 105 cm
Photo: Jean-Marc Yersin